Ausgabe 104 Seite
4
+++  J E D E N  S O N N T A G  N E U  +++ 07. März 2010

Mirabellenkuchen

Zutaten für ein Backblech:

2,5kg Mirabellen
250g Margarine
225g Zucker
4 Eier
1 Orangenaroma
100g gemahlene Mandeln
1 Packung Backpulver
300g Mehl
und etwas Milch

Zutaten für den Guss:

100g Schmand
2 Eier
50g Zucker
100g gehackte Mandeln

So wird es gemacht:

Zuerst müsst ihr Margarine, Zucker, Eier cremig rühren und dann nach und nach Aroma, Mandeln, Backpulver, Mehl und Milch in einer Rührschüssel zugeben und ca.10 Minuten kneten.

Wenn ihr das erledigt habt, müsst ihr den Teig ausrollen und auf eurem Backblech verteilen. Ihr solltet es vorher noch mit ein wenig Margarine einschmieren, dass sich der Kuchen später leichter lösen lässt. Zum Fortfahren müsst ihr eure Mirabellen waschen und halbieren, um sie dann auf euer Backblech auf den Teig zu legen bis es keinen Platz mehr gibt.

Den Schmand mit den Eiern, dem Zucker und den Mandeln vermengen und auf die Mirabellen streichen. Zu guter letzt müsst ihr ihn nur noch bei 200°C in den Backofen schieben, bis er Goldbraun gebacken ist.

Zwergischen Appetit!

© palast8 (w8)


Zwergengrafik

Die Kartoffelsuppe

Rosie freut sich. Gestern lag in ihrem Briefkasten die Beförderung zum Kleingärtner. Endlich kann sie Auberginen und Zucchini anbauen, sie freut sich schon auf ihre Lieblings-Hackfleischpfanne, die sie bald mit selbstgezogenen Tomaten, Zucchini, Gurken und Auberginen zubereiten kann. Emsig rodet sie das Kartoffelfeld und freut sich über die prächtige Ernte. Mit den Kartoffeln wird sie zum Markt fahren und dabei gleich die ersten Auberginen- und Zucchinisamen erwerben. Sie summt vor sich hin, hackt in ihrem Beet, lockert alles schön durch und bereitet es für die neuen Pflanzen vor.

Groß sind die Kartoffeln, schwer ist der Sack. Sie bindet ihn sorgfältig auf dem Fahrrad fest, damit die Kartoffeln in bester Qualität auf dem Markt ankommen. Ein paar kleine Kartoffeln behält sie als Saatkartoffeln zurück, und noch ein paar für das Mittagessen. Frohgelaunt strampelt sie zum Markt, die Straßen sind heute eisfrei, die Sonne lacht, kein Bus hupt hinter ihr.

Der Markt ist wie jeden morgen voller Geräusche, schon von weitem hört sie das Rufen der Marktschreier. Heute sieht sie auch zum ersten Mal die Preise für Auberginen auf dem Markt. Da, ein Schnäppchen, nur 8,35 WT für junge Pflanzen, sie greift sofort zu. Die Zucchini wird sie lieber auf dem Bauernhof kaufen, dort ist heute das Angebot besser. Ihr Kartoffeln ist sie im nu losgeworden, zufrieden mit sich und der Welt radelt sie nach Hause. Im Briefkasten liegt schon wieder Post?

Tante Erna bittet um Kartoffeln für Kartoffelsuppe. Das kommt jetzt aber schlecht, sie hat doch eben alle verkauft! Oh, Tante Erna braucht aber viele Kartoffeln, will sie die ganze Stadt beköstigen? Das sind ja mindestens 10 Säcke!

Rosie überlegt, wie kann sie Tante Erna so viele Kartoffeln abgeben? Wo soll sie sie anbauen? Zuerst müssen die soeben gekauften jungen Pflänzchen in die Erde - klare Sache. Dafür hat sie das Beet schon vorbereitet. Der restliche Garten ist mit Tomaten und Gurken, Spargel, Ringelblumen, Brokkoli, Blumenkohl, Erdbeeren und Radieschen bis auf den letzten Quadratmeter bebaut. Ein zweiter Garten müßte her, wünscht sie sich. Doch der Blick in die Geldbörse holt sie in die Realität zurück. Nach dem Mittagessen nimmt sie sich ihren Pflanzplan vor und grübelt, wo sie die Kartoffeln anbauen kann. Dabei warten am Zaun auch noch Wimps auf den versprochenen Brokkoli und Spinat! Es hilft alles nichts, sie wird Tante Erna vertrösten müssen.

Sie telefoniert mit Tante Erna und sagt ihr, daß sie die Kartoffeln erst später liefern kann. Tante Erna hat viel Verständnis und beschließt, daß es heute Auberginen-Paprika-Auflauf in der Armenküche gibt, schließlich hat ihr Rosie von dem Schnäppchen auf dem Markt erzählt. Rosie wird die Kartoffeln in ein paar Wochen liefern, so das Wetter mitspielt.

Rosie gießt ihre jungen Auberginen an, steckt die Zucchinisamen in die Erde, rupft ein wenig Unkraut und freut sich über den neuen Anblick in ihrem Garten. Morgen schon, wenn der Brokkoli erntereif ist, wird sie das erste Kartoffelbeet anlegen.

© RosieGamdschie (w3)